Canada Blog
Hallo Andreas ich und ein Freund wollen jetzt in diesem Jahr nach Kanada und da hätte ich einmal die frage wie du das mit den Jobs gemacht hast? War es einfach da immer eine Arbeit zu finden oder hab's da mal Probleme?
Anonym

Wer arbeiten will, findet Arbeit… Ich hab ausschließlich auf Farms gearbeitet. Die ersten Farmer kannte Martin, mit dem ich los gezogen bin, die zweiten wurden uns dann vermittelt von einer Frau, die wir auf Vancouver Island kennen gelernt haben, von der dritten Farm, auf der ich n paar Tage war, hab ich einen im Bus kennen gelernt und auf die letzte bin ich gekommen, weil mich Farmer beim Trampen aufgegabelt haben und mir prompt n Job angeboten haben. Hatte also nicht sooooo große Probleme. Es lief einfach ;-) In Städten findet man sicher auch viel Arbeit, auch wenn dort oft alles schnell vergriffen ist. Ich hab viele Leute kennen gelernt, die den Winter in Skigebieten verbracht haben. Dort gibt es echt massig Arbeitsplätze. Wenn ihr noch mehr Infos oder so braucht, kommentiert einfach hier unten oder lasst mir eure e-mailadresse in ‘ner neuen Frage da, dann komm ich un-öffentlich auf euch zurück.

Viel Erfolg!

Moin, ich und ein Kumpel fliegen dieses Jahr nach Kanada (auch ein für Jahr ;) ), so jetzt meinen Fragen: 1. Wie sieht das mit den Steuern aus, wie, wo und wieviel haben wir zu entrichten? 2. Hast du irgendwas mit einem Postfach oder ähnlichem gehabt, weil ich da mal drauf gestoßen bin, aber dass nciht ganz verstanden habe :/ 3. Wir wollen uns eventuell ein Auto kaufen, lohnt sich das?
Anonym

Hallo,

zu deinem ersten Punkt: Wieviel Steuern du zahlen musst, hängt natürlich ganz davon ab, wieviel du verdienst und, wie du verdienst. Es gibt auch steuerfreie Arbeit - diverse Farmjobs sind zum Beispiel von der Steuer befreit, wenn du nicht mehr als einen bestimmten Betrag verdienst (ohne Gewähr)

2. Wann braucht man das schon mal? Eigentlich nur, um deine SIM-Karte für’s Handy anzumelden und, um dir von Service Canada deine Sozialversicherungskarte zuschicken zu lassen. Kannst bei beidem einfach die Adresse vom Hostel angeben. Dein Mobilfunkprovider wird -wenn überhaupt- eh nur Spam schicken und die Sozialversicherungskarte kannst dir ja dann vom Hostel aus nachschicken lassen. Eigentlich braucht man die Karte aber sowieso nicht, weil man die Nummer ja direkt mitkriegt im Service Canada Office.

3. Das müsst ihr selbst entscheiden. Wenn ihr vorhabt, in dem Wagen zu schlafen, kann sich das schon rentieren, wobei man auch einfach ein Zelt mitnehmen kann. Natürlich ist es oft bequemer, seinen eigenen Untersatz zu haben, aber machbar ist es definitiv auch ohne. Ich hatte kein Auto und mir ging’s ganz gut ohne - ich war sogar froh, keins zu haben. War einfach freier und hatte mehr was vom Abenteuer. Ich hab durch’s Trampen viele Leute kennen gelernt, sogar ein Zelt geschenkt gekriegt und ‘nen Job gefunden. Ich denke auch, das ganze hat mein Weltbild ziemlich geprägt - es gibt einem so ein Grundvertrauen in die Menschen. War ‘ne super Erfahrung für mich, aber ist sicher nicht jedermanns Sache. Sprit musste ich auch nicht zahlen und Fähren sind mit dem Auto auch nicht geschenkt. Der günstigste Weg ist es sicher nicht, wenn man sich ein Auto kauft - vor allem als U-21 männlicher Fahrer zahlst du ein Vermögen für die Versicherung, abhängig von der Provinz in der du dein Auto zulässt) - die Spanne reicht von horrend bis unbezahlbar. Allgemein lässt sich die Frage für euch nicht beantworten… Ihr müsst selbst entscheiden, wieviel euch die Bequemlichkeit wert ist. Günstigste Alternative zum Auto ist -abgesehen vom Trampen- in der Regel ein Rideshare (quasi Mitfahrgelegenheit). So bin ich zum Beispiel in 40h von Montreal nach Calgary gekommen für 100$ + fahren. Gleich darauf kommt der Greyhound und selbst Zug könnte bei guten Deals noch günstiger sein, als mit dem Auto zu fahren - auch in Kanada ziehen die Spritpreise an und wenn ihr ein Auto wollt, das euch nicht im Winter verreckt, schluckt das auch ordentlich.

Ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen. Wenn ihr noch Fragen habt, kommentiert gerade unter diesem Post oder hinterlasst mir eure E-mailadresse in einer anderen Frage - ich werde sie dann nicht veröffentlichen.

Viel Erfolg in eurem Jahr wünsche ich euch! Und plant nicht soweit voraus… Denn erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt!

Gruß

Hallo, meine Freundin und ich verbringen Ende Juni bis Anfang Juli zwei Wochen in Canada.Da wir möglichst viel sehen möchten haben wir uns dazu entschieden mit dem Zug ("Canadian") von Vancouver nach Toronto zu fahren (Dort wird meine Freundin für weitere acht Wochen bleiben, da sie dort ein Praktikum macht. Ich werde anschließend die Heimreise antreten). Welche Städte, Parks,etc. sollten wir uns anschauen? Ist unsere Zielsetzung realistisch?Freuen uns auf deine Antwort
Anonym

Ähmm… könnt ihr denn mit dem Zug Stopps machen? Wenn ihr nur 2 Wochen habt und von Vancouver nach Toronto wollt, gehen euch ja schonmal mindestens 3 Tage nur fürs Zug fahren drauf - die Züge sind extrem langsam in Kanada und dazu noch oft zu spät, weil Güterverkehr Vorrang hat. Also in den Prärien gibt es eh nicht viel zu sehen. Da rauscht ihr dann am besten einfach durch, dann habt ihr alles davon gesehen. Ich würde ja sagen, macht 8 Tage in den Rockies (Banff, Lake Louise, Jasper) und fahrt dann noch bei Toronto an die Niagara Fälle (ist nur ne halbe Stunde Fahrt oder so). Ich weiß halt nicht, auf was ihr so steht. Vielleicht wollt ihr ja Städte sehen… Ich bin halt nicht so der Stadttyp und finde die kleineren Orte (zB die genannten in den Rockies) deutlich schöner. Wenn ihr auf ne Mehrtageswandertour wollt, bieten sich die Rocky Mountains unbedingt an, aber auch im Algonquin Park nördlich von Toronto ist es echt schön und auch weniger touristisch.

Ob eure Zielsetzung realistisch ist? Naja, für 2 Wochen würde ich euch eher empfehlen, dort hin zu fliegen, wo ihr auch weg fliegt. Die meisten unterschätzen die Größe des Landes. 2 Wochen lassen sich auch wunderbar auf Vancouver Island verbringen, wenn euch das zusagen würde. Im Sommer ist es dort richtig schön und Parks gibt es dort auch einige.

Wenn ihr vielleicht mal irgendwie spezifischer zu euch sagt, was euch denn gefällt, kann ich bestimmt besser antworten. Lasst mir doch eure Mail-Adresse in einem Kommentar zu diesem Beitrag, wenn ihr weitere Fragen habt. Wünsche euch viel Spass!

Andreas

Die ersten Tage in Deutschland

Mittlerweile bin ich wieder die ersten paar Tage in Deutschland und hatte bis jetzt noch kaum ‘ne freie Minute. Ständig bin ich am Durch-die-Gegend-fahren und besuche Leute. Am Mittwoch hatten wir wieder eine kleine Grillparty im engsten Kreis und haben traditionell gepetert, was das Zeug hält. Am Montag geht dann das Studium los und der Ernst des Lebens wird mich wieder haben. Ein bisschen knapp die Zeit, um alles wieder geregelt zu kriegen, aber den Yukon im Winter zu erleben, ist das definitiv wert (wenn ich nicht dort hoch wäre, wäre mein Rückflug ja früher gewesen). Bald beginnen auch wieder die Weinfeste und der Sommer. Die Heimat hat doch auch ihre schönen Seiten!

Rückblick/Tribute @ Canada

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, einen Rückblick zu geben. Es ist einfach so unglaublich viel passiert in diesem Jahr. So viele Ereignisse, dass ich kaum glauben kann, dass es nur ein Jahr war. Mit 400$ bin ich vor einem Jahr zusammen mit Martin losgezogen und habe davon gelebt. Los ging der Trip auf Vancouver Island, wo wir hauptsächlich bei Bekannten von Martin unterkamen, aber hin und wieder auch einfach gezeltet oder im Hostel geschlafen haben. Auf der Insel hatten wir auch gleich unsere erste Wildtierbegegnung mit einem Schwarzbär und einem Puma mitten im Dschungel. Außerdem hatten wir die Gelegenheit, auf einen kurzen Segeltrip zu gehen, weil wir Al, einem Bekannten von Martin, sein Boot gewachst haben. Noch eine super Zeit hatten wir dann in Tofino, wo wir uns gefühlt haben, wie in Klein-Deutschland. Von Vancouver Island ging es zur Rainer Farm, wo wir nicht nur gearbeitet haben, sondern auch jede Menge Spaß hatten und viel gelernt haben. Wochenendausflüge von der Farm aus waren ohne Frage auch Highlights, die den Aufenthalt auf der Farm noch besser machten. Ich erinnere an die Mördertour Mount Robson, unser Ausflug mit den Quads auf Baldy hoch oder, als wir in Barriere Wasserski fahren waren. Irgendwann zog es uns dann aber doch weiter zur nächsten Farm - das krasse Gegenstück. Wo bei den Rainers alles motorisiert war und so weiter, sind wir bei den Poffenroth’s noch mit den Pferden raus geritten, um Bullen von Kühen zu trennen. Auch hier war es eine super Erfahrung und jede Menge Spaß. Anfang September trennten sich dann unsere Wege, als Martin zurück zu den Rainers ist und ich mich mit meinen Eltern getroffen habe, um in den Rocky Mountains auf Tour zu gehen. Ein unvergesslicher Trip 2 Wochen mit dem Wohnmobil. Ende September habe ich mich dann mit dem auf den Farmen verdienten Geld auf die Reise gemacht. Schließlich war ich nicht nur zum Arbeiten, sondern auch und vor allem zum Reisen hier. Meine Reise führte von Calgary nach Winnipeg und weiter Toronto - mit dem Bus. Eine Erfahrung, bei der ich mir nicht ganz sicher bin, ob man sie gemacht haben muss. Da ich in Toronto noch keinen Schlafplatz wusste, bin ich zu einem Hippie mit, den ich im Bus kennen gelernt hatte und hab bei ihm und seinen Freunden auf einer organischen Farm ein wenig ausserhalb ein paar Tage verbracht. Das wiederum war eine ziemlich verrückte Erfahrung. Nach ein paar Tagen in Toronto und einem Tagesausflug an die Niagara Fälle fuhr ich weiter nach Ottawa, wo ich Friederike kennen lernte, mit der ich für ein paar Tage ohne Zelt in den Algonquin Park gefahren bin, wo ich so nah an einem Bär war, wie nie zuvor - und hoffentlich auch nie wieder. Nachts wurden wir geweckt, als er nur noch eine Armlänge von uns weg war. Weiter ging es in den Osten. Von Montreal nach Quebec und dann mit dem Zug nach Halifax. Und wo ich schonmal da war… ging es auch bald weiter nach Neufundland - per Anhalter. Pünktlich zu Halloween traf ich in St. John’s ein und blieb dann 3 Wochen auf dem Fels. Fortbewegt habe ich mich nur per Anhalter, was dort auch sehr leicht ist, weil die Newfies einfach das freundlichste Volk sind, das man sich vorstellen kann. Man kann es gar nicht beschreiben, wie es dort abgeht, das muss man einfach erlebt haben. Wieder von Neufundland nach Montreal bin ich den ganzen Weg getrampt, habe allerdings unterwegs noch einmal einen dreiwöchigen Stopp auf Prince Edward Island eingelegt, wo mir das unwahrscheinlichste passiert ist, was passieren kann. Leute, die mich vom Straßenrand mitgenommen haben, waren zufällig Farmer und haben mir einen Job gegeben. Passte mir perfekt in den Kram! Auf meinem Rückweg nach Montreal habe ich noch ein paar Stopps in New Brunswick gemacht, das ich ja auf meinem Weg nach Osten übersprungen hatte und war unter anderem unten bei den Hopewell Rocks. Weihnachten, Neujahr und meinen Geburtstag habe ich in Montreal mit der Couchsurfing Community gefeiert, die in Montreal echt sehr lebhaft ist. Jeden Tag war was los: Von Abenden im Pub, über Bergwandertouren bei -30°C und Schnee zu Hauspartys. Es wurde nie langweilig. Gewohnt habe ich die ganze Zeit bei Pascale, die mir einfach ihr Haus überließ, sogar, als sie für 2 Wochen weg war. Ursprünglich geplant war, dass ich ab Montreal wieder zurück fliege,aber ich wollte dann nicht noch 2 Monate dort rumhängen, sondern zurück in die Rockies und Ski fahren. Gesagt, getan, eine Mitfahrgelegenheit war bald gefunden - das mit dem Bus wollte ich mir nicht nochmal geben. Ski fahren war ich dann in Golden, Banff, Lake Louise und Jasper. Die Orte habe ich jeweils per Anhalter erreicht. Als abzusehen war, dass ich nicht genug Geld hatte, um 2 Monate Ski zu fahren, habe ich noch einen anderen Traum wahr werden lassen und bin in den Yukon getrampt. Die Leute erklärten mich für verrückt, im Winter alleine solche Distanzen per Anhalter zurückzulegen, aber ich hatte schon so viel Glück, dass ich mich einfach darauf verlassen habe, dass es schon irgendwie klappt - zu Recht. Schon am ersten Tag in Whitehorse konnte ich Nordlichter sehen, was schon ewig auf meiner Liste steht. In Dawson dann konnte ich sie fast jeden Tag sehen. Auch hier, ganz im Westen, sind die Menschen besonders freundlich und hilfsbereit, ähnlich, wie die Newfies. Und auch hier war ich so ziemlich der einzige Tourist, was allerdings ein großer Vorteil war, weil ich einen Haufen Einheimische kennen lernte und mitgenommen wurde auf ein Hundeschlittentour, Skitouren mit den Hunden, eine Schneemobiltour und noch einiges mehr. Ich bin froh, dass ich meinen Rückflug nicht mehr ab Montreal hatte, sonst wäre das alles wahrscheinlich nicht möglich gewesen. Auf meinem Weg nach Süden habe ich noch einen Überraschungsbesuch bei den Rainers eingelegt und dachte, ich würde Martin treffen, der aber leider für ein paar Tage in Vancouver war. Trotzdem war es schön, die Leute wieder zu sehen. Als Martin wieder da war, sind wir noch die letzten Tage auf einen Roadtrip im Okanagan Valley und dann Ski fahren gegangen und dann war das Jahr auch schon vorbei.

Insgesamt war ich weniger als 2 Wochen in Hostels. Hauptsächlich bin ich bei Couchsurfern untergekommen, oder Bekannten von den Leuten auf der Farm oder Bekannten von Bekannten und so weiter. Ein paar Mal habe ich auch bei Leuten die Nacht verbracht, die mich beim Trampen mitgenommen haben oder in Trucks geschlafen. Für Unterkunft gingen nur 5% meiner Ausgaben drauf. Mit 34% machte Unterhaltung den größten Anteil aus, gleich gefolgt von Ausrüstung (27%) und Fortbewegung (26%). Essen fiel mit 5% ähnlich gering aus, wie die sonstigen Ausgaben (3%). Finanziell ging der Trip ziemlich genau mit einer schwarzen 0 auf, es hat also perfekt gepasst. 4 Monate arbeiten, 8 Monate reisen. Couchsurfing, per Anhalter fahren und eine ordentliche Portion Glück machen’s möglich. Ich bin echt allen Leuten dankbar, die mir diesen Trip über Tausende von Kilometern ermöglicht haben. Es war eine super Zeit!

Krönung der Woche 50

Wort der Woche: “Neuanfang”

Unwort der Woche: “Ende”

Wochenrückblick 50

Meine letzte Woche in Kanada war eigentlich recht ruhig und ich hab mich auf die Abreise vorbereitet. Am Montag war ich noch ein letztes Mal mit Martin auf Big White Ski fahren, dann haben wir uns am Dienstag gleich aufgemacht: Er zurück zu den Rainers, den Truck zurückbringen, ich bin mit viel viel Glück nach Golden getrampt und hab dort nochmal bei Chani und Emilie die Nacht verbracht. Am Mittwoch bin ich dann weiter nach Calgary gefahren und hab den Rest der Woche wieder bei Mary gewohnt. Die letzten Tage habe ich noch einmal ein paar Leute kennen gelernt -vor allem im Hostel- und Philippe, den ich vor n paar Wochen mal in Banff getroffen hab’, wieder gesehen. Souvenirs hab ich auch noch gekauft und dann war es schon Samstag und ich musste zum Flughafen. Alles in allem ein ruhiger und gelungener Abschluss meiner Reise würde ich behaupten. Hat perfekt geklappt. Der Flug nach Hause lief ohne Probleme und hier bin ich wieder im kleinen, überschaubaren Deutschland.

Letzter Tag in Kanada/Rückflug nach Deutschland

Früh bin ich gestern morgen aufgestanden, noch vor Mary! Nach dem Frühstück hat sie mich wieder an den C-Train gebracht und ich bin ein letztes Mal in die Stadt gefahren, um noch Souvenirs und ein paar andere Kleinigkeiten zu kaufen. Unterwegs hab ich ne Demonstration beobachtet… Genau 3 Demonstranten und (ich hab gezählt) 24 Polizisten. Na herzlichen Glückwunsch! Da ich noch immer nicht gepackt hatte, hab ich mich gegen 4 wieder von Mary abholen lasen, hab 2h gepackt, dass alles irgendwie verstaut war und dann haben wir uns aufgemacht, noch einmal italienisch essen zu gehen und dann an den Flughafen zu fahren. Hachja, was hätte ich nur ohne die Mary gemacht. Als wir uns verabschiedet hatten, bin ich zum Schalter und hab mein Gepäck aufgegeben: Der Rucksack hat mir 24,5kg n “Heavy-Tag” gekriegt, aber ich musste nix zahlen, weil meine Skitasche *nur* 18,2kg hatte. Mein Handgepäck wurde (zum Glück) nicht gewogen. Um ein Haar wäre ich noch einen Tag länger geblieben. Der Flug war überbucht und es wurde nach Freiwilligen gesucht, die einen Flug später nehmen würden. Es wurden 200$ und eine freie Übernachtung geboten. Mir war das dann aber zu heikel, weil ich ja n Anschlussflug hatte und außerdem Eltern, die mich wahrscheinlich stante pede enterbt hätten. Die Zeit bis zum Abflug hab ich noch im Tim Hortons verbracht - auch ein vorerst letztes Mal. Um kurz nach 9 saß ich dann schon in einer Boeing 767 und gegen halb 10 durchbrachen wir die tiefliegende Wolkendecke. Byebye Canada! Zu Beginn des Fluges habe ich noch eine Folge The Big Bang Theory geguckt (Mary’s Lieblingssendung), dann gab es auch schon Essen. Zu Pasta mit Käse überbacken mit Salat gab es einen Vino d’Italia und Kuchen als Dessert - nicht schlecht! Nach dem Essen gingen ein paar Videoplayer im Flugzeug nicht mehr, wovon auch meiner betroffen war, aber das wurde mit einem Reset schnell behoben. Einen schönen Sternenhimmel hatte man über Nacht, aber um 2 Uhr (Ortszeit Calgary) ging schon wieder die Sonne auf. Nach einigen weiteren turbulenten, schlaflosen Stunden, in denen ich noch ein paar Filme geguckt habe, sind wir dann eine halbe Stunde zu früh in London gelandet, wo wir den ganzen Sicherheitskontrollenspass noch einmal mitmachen mussten. Dafür, dass wir eine halbe Stunde zu früh ankamen, sind wir mit einer halben Stunde Verspätung wieder weitergeflogen, der Heimat entgegen. Plötzlich waren wieder alle deutsch im Flieger und das merkte man nicht nur an der Sprache. Gedrängel am Schalter, als würde man nicht mehr reinkommen und so weiter. Mit einer A320 sind wir ziemlich pünktlich in Stuttgart gelandet. Mein Skisack war das allerletzte Gepäckstück, das aus dem Flieger kam, aber wenigstens kam er. Hinter dem grünen Ausgang warteten dann auch schon meine Eltern auf mich und haben mich abgeholt. Natürlich gab es einiges zu erzählen und dazu war auch reichlich Zeit - wir fuhren nämlich gleich in einen Stau! Willkommen zurück in Schland! Es ist schon wieder ein sehr anderes Gefühl, zurück zu sein. Alles ist wieder so klein und nah. Wird sicher nicht leicht, wieder zurückzufinden. Zuhause habe ich dann auch meine Geschwister wieder gesehen. Mittlerweile bin ich totmüde und gehe auch gleich ins Bett. Die nächsten Tage wird es noch einmal einen Eintrag über die Eindrücke der ersten Tage geben.

Der vorletzte Tag

Geschlafen hab ich heute noch einmal relativ lange, fast bis Mittag. Der Blick aus dem Fenster verriet mir aber, dass ich nicht viel verpasst hatte - es hat geschneit. Nach dem Frühstück hab ich mich von Mary wieder zum C-Train bringen lassen und bin zunächst mal auf die Bank, mein Konto auflösen. Ich hab Ewigkeiten warten müssen, bis ich mal dran kam, aber dann ging das ganz unproblematisch. Einfach n Wisch unterschreiben, dann wurde mir mein Geld ausbezahlt und meine Bankkarte zerstört. Das war also schonmal erledigt. Zunächst bin ich dann weiter zum Hostel und hab mich wieder mit Philippe und Lisa getroffen. Irgendwie verging die Zeit wie im Flug und ich hatte noch nicht mal zeit, Souvenirs zu kaufen. Abends sind wir dann mit noch ein paar anderen Leuten zusammen chinesisch essen gegangen und haben danach noch n paar Filme geguckt. Um kurz vor Mitternacht bin ich wieder aus der Stadt raus gefahren und Mary hat mich abgeholt. Mittlerweile bin ich wieder hier und kann net schlafen… Meine letzte Nacht in Calgary. Meine letzte Nacht in Kanada. Schon verrückt.

Calgary

Als ich heute morgen aufgestanden bin, hat es mal wieder dicke, fette Flocken geschneit - juhuuu! Nach dem Frühstück bin ich mit Mary zur nächsten C-Train Haltestelle gefahren, von wo aus ich in die Stadt gefahren bin. Auf halber Strecke mussten wir dann aber alle aussteigen und laufen,weil ein Unfall auf der Strecke war -.- Zuerst bin ich mal zur Tourist Info und hab mich informiert, was man hier so machen kann. Ich wurde mit Informationen überschüttet, was man bei gutem Wetter alles schönes machen kann, aber bei Schneefall… Naja, ab Mittag hat es ja dann auch aufgehört zu schneien und ich bin n bisschen durch Calgary gelaufen, hab n paar Sachen eingekauft und bin bei Subway essen gewesen. Danach bin ich zum Hostel und hab mich mit Philippe getroffen, den ich vor ein paar Wochen schon in Banff getroffen habe und mit dem ich auf Sulphur Mountain oben war. Es gab natürlich viel zu erzählen. Mit Lisa aus Bayern haben wir 2 Deutschen uns dann noch in den Poolraum gesetzt und n bisschen gespielt, bis ich dann um kurz nach 6 wieder los bin und mich von Mary wieder an der C-Train Haltestelle von heute morgen habe abholen lassen. Am Abend haben wir wieder mit n paar Leuten, die cih schon vom Casino kannte ‘n paar Runden Canasta gespielt bis um 11. Als die anderen dann wieder gegangen sind, hab ich noch n paar Dinge geregelt und gehe jetzt gegen 2 auch ins Bett.